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Appetitlosigkeit

Kein Appetit, aber euphorisch? Oder eher schlapp und antriebslos? Hinter Appetitlosigkeit verbergen sich zahllose Ursachen. Wann Sie aufpassen müssen


Wenn nichts den Appetit lockt, hat das immer seinen Grund. Es gibt harmlose und ernsthafte Ursachen

Was ist schlechter Appetit?

Kein Appetit? Das kann jedem passieren und legt sich meist wieder. Manchmal versetzt Stress der Essenslust einen Dämpfer, oder eine Magenverstimmung verdirbt einem den Appetit. Hat jemand ein geringes Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder gehört er zu den notorisch genügsamen Essern, die deshalb zwar nicht gleich appetitlos, für gewöhnlich aber schlank sind. Oder sein Appetit hat sich verändert. Wenn jemand, der bislang im Ruf stand, ein guter Esser zu sein, sich neuerdings zu jedem Bissen zwingen muss, stimmt etwas nicht.

Appetit bedeutet Lust auf Essen und Genuss. Bei Appetitlosigkeit, auch Inappetenz genannt, ist dieses Bedürfnis über kurz oder lang verflogen. Manche haben eine besondere Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, etwa Fleisch. Hält der Appetitverlust länger an, lässt auch das Hungergefühl allmählich nach. Meist zeigt die Gewichtskurve dann nach unten. Spürt jemand über längere Zeit null Verlangen, etwas zu essen, obwohl er schon seit Stunden oder Tagen kaum etwas zu sich genommen hat, sprechen Mediziner auch von Anorexie.

Bei Magersucht (Anorexia nervosa) liegen die Dinge anders. Es handelt sich um eine psychisch bedingte Ess-Störung bei jungen Menschen – häufiger bei Mädchen und Frauen als bei Jungen und Männern. Sie geht mit einem gestörten Bild vom eigenen Körper und stark veränderten Essverhalten einher. Die Betroffenen stemmen sich mit allen Mitteln gegen ihren – anfangs völlig normalen – Appetit. Insofern ist die Bezeichnung Anorexia nervosa für die Magersucht eigentlich nicht ganz zutreffend. Im weiteren Verlauf jedoch verschwinden Appetit und Hungergefühle, und die Betroffenen magern zusehends ab. Durch die Unterernährung entgleist die innere Balance des Körpers schwerwiegend, was tödlich enden kann.



Im Zwischenhirn regeln der Hypothalamus (im Bild hellgrün) und nahe Kerngebiete (violett) vegetative Reaktionen und Gefühle wie Appetit. Auch das Großhirn ist beteiligt

Was macht Appetit – oder appetitlos?

Komplexe Vorgänge regeln Gefühle wie Hunger, Sättigung und die Lust auf Essen. Körpersignale, Hormone und Botenstoffe im Gehirn, sogenannte Neurotransmitter, greifen eng ineinander. Ihre Aktivitäten werden im Hunger- und Sättigungszentrum des Hypothalamus gebündelt, einem Teil des Zwischenhirns. Über weitere Kontrollinstanzen im Gehirn wirken auch Sinnesreize, die Psyche und Willensentscheidungen auf das Essverhalten ein: Ein Augenschmaus in Form lecker zubereiteter Häppchen, die uns verführerisch aus einer Auslage anlächeln, ein köstlicher Duft aus der Küche – all das regt den Appetit prompt an.

Während Appetit eine psychische Wahrnehmung ist, gilt Hunger als ein rein physiologisches Signal. Bei quälend leerem Magen zählt nur eins: Sich möglichst bald satt essen. Hunger ist Not, schickt Mensch wie Tier auf Nahrungssuche. Denn um zu überleben, braucht der Körper Substanz und Energie. Übrigens sind wir vor dem Verhungern besser geschützt als vor dem Fettansatz: Bei gutem Appetit langt mancher auch ohne Hunger noch ganz ordentlich zu. Ein wichtiger Signalgeber für das Hungerzentrum ist zum Beispiel die innere Uhr, die uns sagt, dass es Zeit zum Essen ist. Auch wer im Hungerzustand friert und – ganz wichtig, einen zu niedrigen Zucker im Blut hat, oder wer zu hastig isst, ohne richtig zu kauen, ruft sein Hungerzentrum auf den Plan.

Fehlt es an Appetit, dann läuft etwas falsch im System. Was es im Einzelfall ist, lässt sich wegen der Komplexität der Abläufe nicht immer ausmachen – körperliche und seelische Veränderungen sind eng miteinander verbunden.

Wann zum Arzt?

Eine unerklärliche Appetitlosigkeit, die nicht wieder vergeht, sollten Sie immer ernst nehmen. Umso mehr, wenn ungewollter Gewichtsverlust oder andere Beschwerden dazukommen. Warten Sie dann nicht länger ab, sondern gehen Sie umgehend zum Arzt. Erscheint es plausibel, dass Sie stressbedingt weniger essen, beobachten Sie sich nach der ersten Überraschung auf der Waage kurze Zeit aufmerksam und spüren Sie möglichen körperlichen Veränderungen nach. Falls die Gewichtskurve auch nach Abklingen der hektischen Phase nach abwärts tendiert, ziehen Sie auf jeden Fall einen Arzt hinzu.

Begleitsymptome

Mangelnder Appetit ist ein Allgemeinsymptom, das bei zahlreichen Krankheiten auftreten kann. Beschreiben Betroffene ihre Symptome, stehen Krankheitszeichen wie Übelkeit, Erbrechen oder ungewollter Gewichtsverlust mitunter im Vordergrund, die Appetitlosigkeit ist sozusagen inbegriffen. Allerdings kann jemand auch bei normalem oder gutem Appetit ungewollt an Körpergewicht verlieren. Das ist beispielsweise typisch für eine Überfunktion der Schilddrüse. Sogar Appetitlosigkeit verbunden mit Gewichtszunahme kommt vor – zum Beispiel bei einer Unterfunktion der Schilddrüse oder Herzschwäche. Allerdings zeigt die Waage hier keine Zunahme des „Speckgürtels“ an. Vielmehr ist der Grund Einlagerung von Wasser (bei Herzschwäche) oder bestimmten Stoffen (bei Unterfunktion der Schilddrüse) im Gewebe, etwa an den sicht- und fühlbar geschwollenen Unterschenkeln.

Übelkeit und Erbrechen begleiten Appetitlosigkeit ausgesprochen häufig. Einer der vielen möglichen Gründe könnte zum Beispiel eine Überdosierung von bestimmten Herzmedikamenten sein (Digitalis beziehungsweise Herzglykoside, siehe weiter unten im Abschnitt „Medikamente und Therapien“).

Oder es kommt neben gestörtem Appetit zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall wie bei einem Magen-Darm-Infekt. Auch eine Malaria (Wechselfieber) kann sich, meist neben einem charakteristischen Fieberverlauf, anfangs so äußern. Waren Sie kürzlich in einem Malariagebiet?

Sind Appetitlosigkeit und Übelkeit mit Verstopfung, vielleicht auch Nierenkoliken gepaart, könnte beispielsweise eine Überfunktion der Nebenschilddrüse (siehe unten, Abschnitt „Stoffwechsel und hormonelle Erkrankungen“) dahinterstecken.

Aber auch ganz andere Symptom-Kombinationen sind möglich, etwa Appetitlosigkeit plus deutliches Krankheitsgefühl, Halsschmerzen, andere starke Schmerzen, zum Beispiel an bestimmten Gelenken oder Kopfschmerzen, Husten, Atemnot, Müdigkeit, Fieber, auffallende Hauterscheinungen und vieles mehr.



Ältere Menschen kämpfen oft mit dem Appetit und ernähren sich unzureichend

Bei älteren Menschen gehört Appetitlosigkeit oft zum Alltag. Auch mit dem Durstgefühl steht es bei ihnen nicht zum Besten. Beides lässt im Alter nach.

Chronisch-zehrende Krankheiten – etwa des Herzens, der Lungen oder auch bösartige Erkrankungen – schlagen bekanntlich häufig auf den Appetit. Daher fühlt sich manch einer schon bei einer kurzen Appetitkrise alarmiert. Vielleicht liegt es aber nur an dem neuen Medikament, das er seit kurzem einnimmt? Denn einige Arzneimittel können als Nebenwirkung den Appetit hemmen, wie zuvor im Zusammenhang mit Herzmedikamenten schon angesprochen.

Mitunter kann mangelnder Appetit auf einer Schluckstörung oder auf einem Passagehindernis im oberen Verdauungstrakt beruhen. Letzteres ist zum Beispiel bei Erkrankungen der Speiseröhre oder einer Verengung am Magenausgang möglich. Die Betroffenen nehmen aus Angst vor Schmerzen oder einem Rückstau oft nur kleine Nahrungsmengen zu sich.

Nochmals: Eine mit Appetitlosigkeit verbundene Gewichtsabnahme ist immer ein Warnzeichen. Akut bedrohlich wird es, wenn Krankheitszeichen wie Benommenheit, Gleichgewichtsstörungen, Bewusstseinsveränderungen, verminderte Urinausscheidung oder sehr hohes Fieber dazukommen: Rufen Sie dann umgehend den Notarzt.

Obwohl ungewollter Gewichtsverlust in diesem Beitrag häufig zur Sprache kommt, ist er nicht das Hauptthema. Und: Aufgrund der weit über hundert Ursachen von Appetitlosigkeit kann diesbezüglich nur ein Ausschnitt dargestellt werden.

Die wichtigsten Ursachen von Appetitlosigkeit

Um den Überblick über die zahllosen Ursachen zu behalten, hilft eine Einteilung in vier Gruppen: Krankheiten, Medikamente und Therapien, Alkohol – Drogen – Vergiftungen, Lebensphasen – Lebensumstände.

Krankheiten

Im folgenden Abschnitt geht es um psychische Belastungen und Erkrankungen, Entzündungen im Mund und Rachen, Erkrankungen im Bauchraum, Infektionskrankheiten / Kinderkrankheiten, Stoffwechsel- und hormonelle Erkrankungen, Herzkrankheiten, Nierenversagen, Autoimmunerkrankungen, Störungen des Salzhaushaltes sowie Krebserkrankungen.



Zeitmangel, Termindruck, Stress: Im Team- oder Therapiegespräch lassen sich Lösungen finden

  • Psychische Belastungen und Erkrankungen


Stress: Fragt man in der Runde, wer nicht gestresst ist, so fühlt sich meist nur eine Minderheit angesprochen. Mit anderen Worten: Allenthalben Stress. Der grundsätzlich sinnvolle Alarmzustand, der uns anspornt, kann ins Gegenteil ausarten, wenn er uns ständig unter Strom setzt. Am Ende steht dann vielleicht ein Burnout-Syndrom. Veränderungen des Appetits in beiden Richtungen – zu wenig, manchmal aber auch zu viel Essgelüste, vor allem Lust auf Süßes – sind nur zwei von vielen Stress-Symptomen. Nicht selten steht einem der Sinn vor allem nach Süßem. Mehr darüber und wie Sie gegensteuern können, lesen Sie unter „Stress verhindern, Burnout vermeiden“.

Depression: Mehr als ein Stimmungstief und ständiges Grübeln, anders als eine natürliche Trauerreaktion, zäher als Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit bei einer Lebenskrise: Ist das eine Depression? Eine Depression ist tiefgehend, ergreift im Kern vom Betroffenen Besitz. Oft gibt es gar keinen konkreten Auslöser für den anhaltend bedrückten Gemütszustand – oder auch die auffallende Überaktivität und Arbeitssucht. Die Depression hat viele Gesichter, die Vielfalt möglicher Anzeichen ist groß. Was den Appetit betrifft, so lässt er recht häufig nach, manchmal ist er aber auch gesteigert. Umfassende Informationen finden Sie im Ratgeber „Depressionen“.

Computerspielsucht (Internetabhängigkeit, Videosucht): Über diese nicht stoffgebundene Sucht wird in letzter Zeit vermehrt diskutiert, doch als Suchtkrankheit mit Missbrauchs- und Abhängigkeitsrisiko ist sie bislang nicht anerkannt. Unter anderem besteht Unklarheit darüber, wie verbreitet das Problem wirklich ist. Internet-Spielsucht ist nämlich auch nicht immer leicht von anderen psychischen Erkrankungen abzugrenzen, etwa einer hyperkinetischen Störung (dazu zählt unter anderem das Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)). Die Betroffenen, häufig Kinder und Jugendliche, aber auch ganze Familien, verbringen Stunden vor dem Rechner und hängen der virtuellen Erlebniswelt nach, wo sie sich häufig wohler fühlen als im Alltag. Ist der Computer außer Reichweite, reagieren die Betroffenen hochnervös, gereizt, manchmal auch aggressiv, sind antriebslos und haben keinen Appetit. In Deutschland gibt es erste Spezialambulanzen an Universitätskliniken, die sich mit der Störung befassen. Besprechen Sie sich zunächst mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie meinen, dass Sie oder Ihr Kind Hilfe brauchen.

  • Entzündungen im Mund und Rachen


Der ganze obere Bereich des Verdauungstraktes – von der Zungenspitze bis zum Kehlkopf – ist hochsensibel. Kein Wunder, dass Entzündungen der Schleimhaut hier leicht schmerzhaft sind und den Appetit verderben.

Meist sind Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Pilze für die Entzündung verantwortlich. Aber auch mechanische Kräfte wie Druck durch eine Prothese oder zu rabiates Bürsten bei der Zahnpflege, das Zahnfleischschäden provozieren kann, spielen eine Rolle. Weit verbreitet sind die lästigen Aphthen, deren Ursache noch weitgehend ungeklärt ist. Abwehrschwäche, eine Chemotherapie oder zu wenig Speichel können der Mundschleimhaut besonders zusetzen. Auch Tumoren können im Mundbereich Probleme machen. Unter anderem kommen sogenannte Plattenepithelkarzinome vor. Hochprozentige Alkoholika und Rauchen insbesondere filterloser Zigaretten erhöhen hier das Risiko deutlich.
Achtung: Entdecken Sie eine Wunde im Mund, die nach zwei Wochen noch nicht abgeheilt ist, gehen Sie umgehend zu einem Zahnarzt oder Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.
Symptome: Je nach Ursache zeigen sich im Mund oder Rachen Rötungen, Bläschen, Geschwüre oder gelblich-weiße Beläge, häufig schmerzhaft, eventuell auch leicht blutend. Appetitlosigkeit kann Folge einer bestimmten Grunderkrankung sein, etwa einer fieberhaften Mandelentzündung (Angina tonsillaris), oder unmittelbar auf Schmerzen beim Kauen und Schlucken beruhen. Häufig kommt es auch zu einem unangenehmen Geschmack im Mund und Mundgeruch.

  • Erkrankungen im Bauchraum


Hier geht es vor allem um den Magen-Darm-Trakt und die Leber. Mitunter liegt die Ursache in Durchblutungsstörungen im Bauchraum.



Hinter Appetitlosigkeit kann ein Problem mit dem Magen stecken

Magen

Viele bringen Appetitlosigkeit mit einer Magenverstimmung in Verbindung. Da liegen sie oft richtig. Ahnt man doch meistens schon, was einem abends auf den Magen und am nächsten Morgen auf den Appetit geschlagen hat.

Akute Magenschleimhautentzündung (Gastritis): In der Tat gehört die Gastritis mithin zu den häufigsten Ursachen der Appetitlosigkeit. Stress, Alkohol, Nikotin oder Kaffee im Übermaß und Medikamente wie zum Beispiel bestimmte Schmerzmittel (nicht steroidale Antirheumatika) sind gängige Auslöser. Eine Gastritis kann auch bei einer Lebensmittelinfektion auftreten (siehe unten: Gastroenteritis).
Symptome: Plötzliche Appetitlosigkeit, unangenehmer Geschmack im Mund, Schmerzen im Oberbauch, Aufstoßen, Völlegefühl, manchmal Erbrechen.
Ausführliche Informationen zur Gastritis gibt es im Ratgeber „Magenschleimhautentzündung“.

Magenoperation (Magen(teil)entfernung): Wurde der Magen als Ganzes oder sein unterer Anteil entfernt, stellt sich häufig Appetitlosigkeit ein. Dadurch und aufgrund anderer Folgen, etwa eine beschleunigte Nahrungspassage, verlieren die Betroffenen an Gewicht. Eventuell kommt es auch zu Mangelerscheinungen. Meistens gelingt es mit der Zeit jedoch, die Ernährung an die neue Lage anzupassen. Dann stabilisiert sich das Ergebnis auf der Waage – allerdings meist auf einem niedrigeren Niveau.

Darm

Appetitlosigkeit und Durchfall – wiederum stellen häufig Entzündungen den Grund für die Beschwerden dar. Die Ursachen sind jedoch vielfältig.

Akute Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis): Für das auch Brechdurchfall oder fälschlicherweise Magen-Darm-Grippe genannte Krankheitsbild sind überwiegend Infektionserreger verantwortlich – verschiedene Viren, beispielsweise Noroviren, sodann Bakterien wie Salmonellen oder Escherichia Coli. Letztere verursachen auch die Reisediarrhö – den Durchfall, den sich sehr viele einhandeln, die in tropische oder subtropische Gegenden reisen und nicht an die örtlichen Gegebenheiten gewöhnt sind. Man muss aber gar nicht so weit in die Ferne schweifen: Infektionen mit Kolibakterien können auch in unseren Breiten Probleme machen, wie die jüngste Vergangenheit anhand schwerer Komplikationen (hämolytisch-urämisches Syndrom, HUS) zeigte. Seltener kommen Parasiten wie Amöben oder Giardien als Auslöser einer Gastroenteritis infrage. Mitunter verursachen radioaktive Strahlen Entzündungen im Magen-Darm-Trakt.
Da eine infektiöse Magen-Darm-Entzündung den Verdauungstrakt vom Magen (siehe oben: akute Magenschleimhautentzündung) bis zum Darm durchläuft, beginnen die Symptome mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, eventuell Erbrechen, wenige Stunden später gefolgt von Durchfall, Bauchschmerzen oder -krämpfen. Der Stuhl kann wässrig oder blutig werden, der Flüssigkeitsverlust durch das Erbrechen und den Durchfall erheblich sein. Teilweise tritt auch Fieber auf.
Mehr dazu in den Ratgebern „Bauchschmerzen“, „Übelkeit, Erbrechen“, „Blut am After, aus dem Darm“ (Kapitel „Enddarm, Dickdarm Dünndarm“, Abschnitt: „Infektiöse Kolitis / Enterokolitis“).



"Tatort" (Unter-)Bauch rechts: Hier bereitet manchmal ein entzündeter Blinddarm oder die Crohn-Krankheit Schmerzen. Und der Appetit vergeht

Blinddarmentzündung (Appendizitis): Auslösend ist meist ein Kotstau und eine dadurch begünstigte bakterielle Entzündung im sogenannten Wurmfortsatz (Appendix). Der ist das kleine Anhängsel des eigentlichen Blinddarms rechts im Bauch. Das gesamte Gebilde stellt den Anfang des Dickdarms dar.
Symptome: Auch wenn die Beschwerden nicht immer eindeutig sind, können anfangs Appetitlosigkeit und wandernde Bauchschmerzen, die sich nach gewisser Zeit im rechten Unterbauch festsetzen, auf eine Blinddarmentzündung hinweisen. Häufiger kommen auch Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Fieber dazu.
Weiteres lesen Sie im Ratgeber „Blinddarmentzündung“.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn: Die Crohn-Krankheit kann abschnittsweise den gesamten Magen-Darm-Trakt – vom Mund bis zum After – entzündlich verändern. Daneben können auch Organe wie Gelenke, Haut, Augen oder Leber miteinbezogen werden. Was die Erkrankung genau verursacht, ist unbekannt. Offenbar spielen genetische Veranlagung, Immunvorgänge und Umweltfaktoren eine Rolle. Die Krankheitszeichen treten schubweise auf. Leitsymptome sind teils wässrige, teils schleimige Durchfälle und Bauchschmerzen, häufig rechts im Bauch beziehungsweise Unterbauch. Dazu kommen oft Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Müdigkeit, manchmal Fieber. Gleichzeitige Hautausschläge oder Hautinfektionen, Augenentzündungen mit Rötungen und Sehstörungen, Juckreiz aufgrund bestimmter Veränderungen in der Leber oder schmerzende Gelenke an Gliedmaßen und Wirbelsäule zeigen eine Krankheitsaktivität auch außerhalb des Darmes an.
Über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Ernährung bei diesem Krankheitsbild informiert Sie der Ratgeber „Morbus Crohn“.

Durchblutungsstörungen des Darmes (Angina abdominalis): Typisch für dieses Krankheitsbild sind Bauchschmerzen, die etwa eine Viertel- oder halbe Stunde nach dem Essen auftreten und längere Zeit anhalten. Ursache ist meist eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Um die Beschwerden zu vermeiden, essen die Betroffenen wenig(er) und nehmen meist auch an Gewicht ab. Auch wenn dieser Effekt bei dem einen oder anderen willkommen ist, sollte er sich doch baldmöglich vom Arzt untersuchen lassen, um eine Schädigung des Darmes und Folgeprobleme abzuwenden.



Auch Lebererkrankungen verursachen oft Appetitlosigkeit

Leber

Erkrankungen des zentralen Stoffwechselorgans nehmen ausgesprochen häufig den Appetit. Bei Gelbsucht führt die Spur meist direkt zur Leber.

Hepatitis: Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Dabei werden Leberzellen geschädigt. Es gibt zahlreiche Ursachen – von Infektionen durch spezielle Hepatitis-Viren und andere Viren über Bakterien, Stoffwechsel- und Immunstörungen bis hin zu Medikamenten, Chemikalien, Giften und Genussgiften wie Alkohol (siehe weiter unten). Eine akute Hepatitis kann mehr Beschwerden bereiten als eine chronische.
Häufige Symptome bei Hepatitis sind Appetitverlust, eventuell Übelkeit, dazu Unwohlsein oder ein Krankheitsgefühl wie bei Grippe. Wenn die Leber vergrößert ist, kann das ein Druckgefühl oder Schmerzen im rechten Oberbauch erzeugen. Je nach Ursache können vielfältige Krankheitszeichen dazukommen, etwa leichtes Fieber, Lymphknotenschwellungen, Juckreiz, eine Gelbsucht, dunkler Urin und entfärbter Stuhl, auch Gelenkbeschwerden und Hautausschläge.
Alles Wissenswerte über Hepatitis finden Sie, wenn Sie auf unsere Seite „Hepatitis“ klicken.

Leberzirrhose: Bei einer Zirrhose geht Lebergewebe schleichend zugrunde und wird durch regellos wucherndes Bindegewebe ersetzt. Es gibt viele Ursachen, darunter chronische Leberentzündungen, Entzündungen der Gallengänge und sogenannte Speicherkrankheiten wie der Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit). Die zirrhotische Leber verhärtet sich, bildet Knoten und schrumpft häufig. In der Folge kann es zu Funktionsausfällen und zum sogenannten Pfortaderhochdruck kommen. Die Pfortader bringt nährstoffreiches Blut aus den Eingeweiden zur Leber. Bei erhöhten Druck sucht sich das Blut neue Wege, was diese aber überlastet. So bilden sich nicht selten in der Speiseröhre aus überfüllten Venen Krampfadern, die gefährlich bluten können. Zum anderen erledigt die Leber nicht mehr ihre Stoffwechsel- und Entgiftungsaufgaben.
Zu den Symptomen gehören Appetitlosigkeit, Leistungsabfall, Schmerzen im Bauch, die nicht immer genau lokalisierbar sind, Blähungen, Gewichtsverlust und Neigung zu Blutergüssen.
Der Ratgeber „Leberzirrhose“ hält Informationen über Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapie für Sie bereit.



Reisen und Appetit vertragen sich nicht immer gut

  • Infektionskrankheiten


Wegen der Vielfalt der Krankheitserreger und der inzwischen fast unbegrenzten Mobilität des Menschen, die ihn im Handumdrehen auch mit fremden Mikroben in Kontakt bringt, ist das Ursachenspektrum hier groß. Grundsätzlich kann Appetitlosigkeit bei vielen Infektionen als Begleiter weiterer Allgemeinsymptome wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Da letztere als besonders unangenehm empfunden werden, hinterlassen sie meistens den stärkeren Eindruck und werden häufiger genannt als die Appetitlosigkeit. Nachfolgend einige Beispiele für mögliche Krankheitsursachen – natürlich auch heimische.

Befall mit Bandwürmern (Zestoden): Zu Bandwurmerkrankungen, die mit Appetitlosigkeit einhergehen können, zählen zum Beispiel Infektionen mit dem Fisch-, Rinder- und Schweinebandwurm. Der Mensch infiziert sich hier jeweils durch Speisen mit zu wenig gegartem larvenhaltigen Schweinefleisch, Rindfleisch oder Süßwasserfisch. Während Infektionen mit dem Fischbandwurm vor allem in Nordeuropa und Sibirien häufiger vorkommen, sind Erkrankungen durch die beiden anderen Gattungen aufgrund der üblichen Fleischbeschau und Hygienestandards in Europa weniger bedeutsam.
Symptome: Zestodeninfektionen können beschwerdelos verlaufen. Gelegentlich kommen aber auch Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall und Gewichtsverlust (mitunter sogar trotz vermehrten Appetits) vor. Nur ausnahmsweise verursacht Fischbandwurmbefall einen Mangel an Vitamin B12, wenn der Parasit zu viel davon für sich selbst abzweigt. Dann kann eine bestimmte Form der Blutarmut, eine megaloblastäre Anämie, die Folge sein. Die Diagnose ergibt sich zufällig bei einer Stuhluntersuchung, oder es fallen abgestoßene, weißliche Glieder des Bandwurms im Stuhl auf (Proglottiden). Therapeutisch hilft eine Wurmkur mit speziellen Medikamenten.
Achtung: Auch Echinokokken der Typen granulosus und multilocularis gehören zu den Bandwürmern; sie verursachen aber besondere Krankheitsbilder.
Mehr dazu im Ratgeber “Echinococcus-Infektionen“.

Gelbfieber: Die Virusinfektion kommt in tropischen und subtropischen Zonen Südamerika und Afrikas vor und wird von Stechmücken übertragen.
Symptome: Meistens verläuft sie als kurze Fieberkrankheit über drei bis vier Tage mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Rückenschmerzen. Nur bei einem Teil der Betroffenen folgt anschließend eine zweite Krankheitsphase, die oft schwerer, mitunter auch tödlich verläuft. Gegen die Infektion gibt es eine Schutzimpfung.

HIV- / AIDS: Wenige Tage bis Wochen nach einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV) fühlen sich die Betroffenen oft auffallend abgeschlagen. Sie bekommen häufig Fieber, geschwollene Lymphknoten und eventuell einen Hautausschlag. Ein bis drei Monate danach können Antikörper, die der Organismus gegen die HI-Viren gebildet hat, im Blut (allgemein AIDS-Test genannt) nachgewiesen werden. Anschließend folgt eine symptomfreie Zeit. Sie dauert durchschnittlich zehn Jahre. In dieser Phase vermehren sich die Viren und schwächen das Immunsystem zunehmend. Erst dann tritt die eigentliche AIDS-Erkrankung auf. Die Abkürzung AIDS steht für die englische Bezeichnung Acquired Immune Deficiency Syndrome, zu Deutsch: erworbenes Immundefektsyndrom. 
Symptome: Die Patienten sind appetitlos, verlieren häufig an Gewicht und leiden vermehrt an Infektionen wie zum Beispiel Pilz- oder Herpeserkrankungen. Diese sogenannten opportunistischen Infektionen kommen bei intakter Immunabwehr nicht oder nur in schwächerer Form vor.
Weitere Informationen im Ratgeber „AIDS“.



Entzündete Mandeln mit Eiterstippchen (schematisch)

Mandelentzündung (Angina tonsillaris): Es gibt viele verschiedene Arten von Mandelentzündungen. Die klassische akute Angina wird durch Bakterien namens Streptokokken der Gruppe A ausgelöst. Dabei entzünden sich die Gaumenmandeln, oft auch das umgebende Gewebe. Die Mandeln sind stark gerötet und weisen Eiterstippchen auf. Die Lymphknoten am Hals und Kieferwinkel schwellen an und sind druckschmerzhaft. Es erkranken vor allem größere Schulkinder und junge Erwachsene.
Symptome: Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, kloßige Sprache, Abgeschlagenheit, Fieber, vermehrter Speichelfluss und Mundgeruch.
Ausführlicher können Sie im Ratgeber „Mandelentzündung“ darüber nachlesen.

Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose): Die auch "Kusskrankheit" genannte Virusinfektion wird durch Kontakt mit erregerhaltigem Speichel übertragen – daher der Name. Verantwortlich ist das Ebstein-Barr-Virus (EBV), das zu den Herpesviren gehört. Die Infektion verursacht besonders bei jugendlichen und jungen Erwachsenen Beschwerden, während bei Kindern und Kleinkindern praktisch keine Symptome oder nur leichte Erkältungszeichen auftreten. Die Viren befallen unter anderem bestimmte weiße Blutkörperchen, verteilen sich in verschiedenen Organen, darunter Lymphknoten und Milz, und verbleiben lebenslänglich im Körper. Sie können später wieder aktiv werden und dadurch den Speichel erneut ansteckend machen. Beim Betroffenen selbst tritt die Krankheit in der Regel nur einmal auf. Die Infektion ist in der Regel nach einigen Wochen, manchmal aber auch erst nach längerer Zeit ausgestanden.
Symptome: Häufig kommt es zu leichtem Fieber, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen, etwa am Hals und im Nacken. Bei der Hälfte der Betroffenen entwickelt sich eine spezielle Form der Mandelentzündung. Außerdem sind ein Hautausschlag, eine Schwellung der Leber, Appetitlosigkeit und weitere Symptome möglich.
Welche das sind, steht im Ratgeber "Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)".


  • „Kinder“-Krankheiten

Kinder verlieren schnell den Appetit, wenn sie krank werden. Hier zwei typische Beispiele für Kinderkrankheiten, die aber auch im Erwachsenenalter noch auftreten können:

Mumps (Ziegenpeter, Parotitis epidemica): Die Virusinfektion betrifft schwerpunktmäßig Kinder zwischen zehn und vierzehn Jahren. Typisch ist eine Entzündung und Schwellung der Ohrspeicheldrüsen (Parotitis). Dabei schwellen beide Backen nacheinander im Gesicht deutlich an – mitunter so stark, dass die Ohrläppchen abstehen. Eine Miterkrankung der Bauchspeicheldrüse, der Hoden – mit der Gefahr späterer Unfruchtbarkeit – oder des Gehirns zählt zu den komplikationsträchtigen Verläufen. Vorbeugend wirkt eine Kombinationsimpfung, die zugleich gegen Masern, Röteln und Windpocken schützt.
Symptome: Falls Symptome auftreten, sind Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung erste Krankheitszeichen. Meistens gehen Ohrenschmerzen der Schwellung im Gesicht voraus, die sich zwischen Wange und Ohr ausbreitet. Das Ganze wiederholt sich auf der anderen Seite. Die dicken Backen können von Fieber, Halsschmerzen, Kau- und Schluckbeschwerden begleitet sein.
Weitere Informationen im Beitrag „Mumps“.

Windpocken (Varizellen): Das Windpocken-Virus, das zu den Herpes-Viren gehört, ist hoch ansteckend. Die Infektion verbreitet sich als Tröpfcheninfektion beim Sprechen oder Niesen direkt von Mensch zu Mensch, doch kann die virushaltige feuchte Luft auch über größere Distanz noch infektiös sein. Typischerweise erkranken Kinder im Kleinkind- und Grundschulalter.
Symptome: Erste Allgemeinsymptome sind Kopfschmerzen, leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Krankheitsgefühl. Zwei bis drei Tage später tritt dann schubweise ein Hautausschlag mit kleinen, roten Flecken auf, der bald zu den typischen, stark juckenden Bläschen wird. Sie finden sich vor allem am Rumpf. Nach und nach tauchen die Flecken und die daraus entstehenden Bläschen auch an anderen Körperstellen auf, mitunter sogar an den Schleimhäuten.
Der Ratgeber „Windpocken“ sagt Ihnen genauer, was Sie darüber wissen sollten.



Die Bauchspeicheldrüse (hier gelb gekennzeichnet) bildet Stoffwechselenzyme und -hormone, darunter Insulin

  • Stoffwechsel- und hormonelle Erkrankungen


Diabetes mellitus: Bei Diabetes spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf die zuckersenkende Wirkung des Hormons Insulin an, oder dieses fehlt. In der Folge ist der Blutzucker zu hoch. Das führt unter anderem zu Nervenschädigungen. Diabetiker haben daher häufiger einen trockenen Mund und einen nachlassenden Geschmackssinn. Zudem gibt es mit den Zähnen öfter Probleme. Alles dies kann den Appetit verschlechtern, wozu auch bestimmte Medikamente, die den Blutzucker senken, beitragen (siehe unten). Die Betroffenen sollten sich unbedingt vom Arzt beraten lassen, wie sie die Behandlung und Ernährung in der Balance halten können. Denn sonst gerät der Blutzucker leicht außer Kontrolle, und es kann sich beispielsweise eine gefährliche Unterzuckerung entwickeln.
Mehr dazu in den Ratgebern „Diabetes mellitus Typ 1“ und „Diabetes mellitus Typ 2“.

Morbus Addison: Andere Namen für diese Krankheit sind Bronze(haut)krankheit oder primäre chronische Nebennieren(rinden)-Insuffizienz. Die Nebennieren sind paarige Drüsen und sitzen wie kleine Kappen auf den Nieren. Sie produzieren lebenswichtige Hormone für den Blutsalz- und Energiehaushalt wie Aldosteron und Kortisol. Auch beeinflussen sie den Blutdruck maßgeblich. Bei der Addison-Krankheit, die am häufigsten durch eine Immunstörung bedingt ist, werden die Nebennieren stark angegriffen und bilden zu wenig Hormone. Andere, seltenere Ursachen einer Nebennieren-Insuffizienz sind Infektionen (früher häufig die Tuberkulose) oder Geschwulsterkrankungen.
Zu den Symptomen gehören Appetitmangel und Übelkeit, nachlassende Leistungsfähigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit, niedriger Blutdruck mit Kollapsneigung, eine gebräunt wirkende, dunkler pigmentierte Haut. Unter anderem ist der Kalziumspiegel im Blut erhöht, was allerdings auch zahllose andere Ursachen haben, zugleich aber wiederum den Appetit verschlechtern kann. Akute Belastungen oder Infektion können zu einer Addison-Krise mit der Gefahr eines Schocks oder Komas führen.

Unterfunktion der Hirnanhangdrüse (Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz): Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) ist ein wichtiges Hormon-Steuerzentrum im Gehirn. Sie regt die Nebennieren, Schilddrüse, Hoden und Eierstöcke an. Zugleich untersteht sie dem Hypothalamus. Dieser Gehirnabschnitt regelt unter anderem zentrale vegetative Körperfunktionen wie Nahrungs- und Wasseraufnahme, Körpertemperatur und Sexualität. Tritt eine Unterfunktion der Hirnanhangdrüse auf, kann dies zahlreiche Ursachen haben. Infrage kommen Infektionen, Entzündungen, ferner Verletzungen oder Operationen. Letztere können jeweils indirekt als massiver Stressfaktor, aber auch direkt schädigend wirken. Gelegentlich setzt eine Geschwulsterkrankung die Hirnanhangdrüse außer Kraft. Von der Ursache hängt zudem ab, ob die Drüse plötzlich (akut) oder langsam (chronisch) ausfällt.
Symptome: Je nachdem, welche Steuer-Hormone und davon abhängige Körperhormone letztlich fehlen, resultieren bestimmte Störungsbilder. Wie so oft ist die dabei auftretende Appetitlosigkeit eins von mehreren Allgemeinsymptomen. Dazu kommen dann jeweils die speziellen Ausfall-Symptome. Trifft es vor allem die Nebennieren, entsteht ein Zustand wie bei einer Nebenniereninsuffizienz (siehe oben: Addison-Krankheit). Allerdings ist die Hautpigmentierung hier abgeschwächt, die Haut wirkt bleich.
In anderen Fällen erhält die Schilddrüse zu wenig Signale (siehe unten).
Als weitere Möglichkeit kann es zu einem Mangel an Geschlechtshormonen mit Unfruchtbarkeit und Störungen der Körperbehaarung kommen.



Die schmetterlingsförmige Schilddrüse sitzt vorne am Hals

Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose): Die Schilddrüse bildet lebenswichtige Hormone, die zahlreiche Körpervorgänge beeinflussen. Fehlt es an Schilddrüsenhormonen, liegt das zum Beispiel öfter an einer Immunstörung wie der Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronischen Autoimmunerkrankung. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer. Seltener entspricht die Störung einer Unterfunktion der Hirnanhangdrüse (siehe oben).
Die Symptome bei Hypothyreose sind gemäß ihrer umfangreichen Aufgaben vielfältig: Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme durch Gewebeschwellung (zum Beispiel an den Unterschenkeln; beim Eindrücken bilden sich keine Dellen), Leistungsabfall, Müdigkeit, Verlangsamung, Verstopfung, kühle, trockene Haut, raue Stimme und Muskelschwäche sind nur einige davon.
Mehr dazu und zur Diagnose und Therapie der Hypothyreose im Ratgeber „Unterfunktion der Schilddrüse“.

Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus) mit erhöhtem Kalziumspiegel als Folgeerscheinung: Die Nebenschilddrüsen sitzen jeweils oben und unten an den beiden Schilddrüsen“flügeln“ und haben die Größe eines Weizenkorns. Sie geben das Parathormon ab, das zusammen mit Vitamin D den Kalzium-Stoffwechsel steuert. Eine Überfunktion ist unter anderem eine Reaktion auf einen Kalziumverlust. In der Folge kann der Kalziumspiegel steigen. Der ursprünglich auslösende Kalziummangel beruht meist auf einem Vitamin-D-Mangel oder Erkrankungen der Nieren. Diese Grunderkrankungen können verschiedene Beschwerden verursachen, die sich mit denen der überaktiven Nebenschilddrüsen überschneiden.
Symptome: Je nach Schweregrad sind das Appetitlosigkeit, Übelkeit, Verstopfung, vermehrter Durst, Nierensteine, Magengeschwüre, Knochenbrüche und andere Skelettveränderungen, psychische Störungen, Gedächtnisprobleme und vieles mehr.



Herzkappen und wie sie gestört sein können

  • Herzkrankheiten


Herzinnenhautentzündung (Endokarditis): Die Herzinnenhaut bildet unter anderem die Herzklappen. Hier spielen sich Herzinnenhautentzündungen hauptsächlich ab. Dazu kommt es vor allem durch Bakterien, etwa Staphylokokken oder Streptokokken. Die Keime können zum Beispiel aus einem eitrigen Infektionsherd stammen oder bei einem Eingriff auf dem Blutwege ins Herz gelangen. Patienten mit angeborenen Herzfehlern, vorgeschädigten Herzklappen, wiederhergestellten, also rekonstruierten oder künstlichen Klappen sind besonders für eine infektiöse Endokarditis gefährdet. Die Entzündung kann die Herzklappen (weiter) schädigen, sodass sie funktionsuntüchtig werden. Seltener entstehen entzündliche Veränderungen an den Klappen durch immunologische, mechanische und andere Ursachen.
Symptome: Fieber und Schüttelfrost ebenso wie Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und vermehrtes Schwitzen sind Allgemeinsymptome, die etwa zwei Wochen nach der bakteriellen Streuung eine Endokarditis anzeigen können. Als Komplikation bilden sich mitunter an den entzündeten Klappen kleine Gerinnsel, die aus dem Herzen ausgeschwemmt werden und mit dem Blut in ein anderes Organ gelangen können. Dann kommt es zu einer Embolie, einem Gefäßverschluss. Für den Arzt ist ein Herzgeräusch, das er beim Abhören feststellt, zusammen mit der Krankengeschichte und den Symptomen ein Hinweis.
Eingehend informiert Sie der Ratgeber „Endokarditis“.

Entgleiste Herzschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz): Bei einer Herzschwäche arbeitet das Herz schlechter. Dann sammelt sich das Blut zum Beispiel vermehrt in den herznahen Venen an. Normalerweise fließt es von dort in die rechte Herzhälfte, um dann die Lungen zu passieren.
Symptome: Ist das rechte Herz massiv geschwächt, staut sich das Blut vor allem in den Gefäßen des Magens und der Leber. Das führt unter anderem zu Appetitlosigkeit, zu einem Völlegefühl und Störungen der Leberfunktion. Außerdem sind Schwellungen an den Füßen und vorne an den Unterschenkeln (beim Eindrücken bleiben Dellen zurück) sowie Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum ein typisches Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz. Bei einer Schwäche des linken Herzens staut sich das Blut vor dem linken Herzen in der Lunge zurück. Dann kommt es zu Atemnot bei körperlicher Belastung, schließlich auch in Ruhe. Ist das Herz als Ganzes geschwächt, treten die Symptome gemeinsam auf. Der Betroffene ist zudem sehr erschöpft, kaum oder gar nicht mehr belastbar, kann an Gewicht verlieren und braucht eine intensive Behandlung, meist in der Klinik.
Im Ratgeber „Herzinsuffizienz“ lesen Sie alles Wissenswerte über das Krankheitsbild.


  • Nierenversagen


Zu den Aufgaben der Nieren gehören Ausscheidungs-, Entgiftungs- und Recycling-Tätigkeiten, die Regelung des Wasserhaushaltes und des Blutdrucks. Krankes oder geschädigtes Nierengewebe kann zum Nierenversagen und dieses zur Vergiftung des Körpers führen – akut oder chronisch.

Zahlreiche Faktoren können die Nieren angreifen. Alterungsvorgänge, Diabetes mellitus und Bluthochdruck zum Beispiel setzen bestimmten Nierengefäßen schleichend zu (allgemeiner Überbegriff: Nephrosklerose; -sklerose steht für Verkalkung, Nephro- für Niere). Entzündungen und Infektionen, auch bei Steinleiden, können bewirken, dass das Nierengewebe durch Bindegewebe ersetzt wird (Fibrose) und schrumpft. Eine Schrumpfniere stellt ihre Tätigkeit nahezu vollständig ein. Häufige Folge der Nierensklerose wie -fibrose, wenn beide Nieren nicht mehr richtig arbeiten, ist der Übergang in ein Nierenversagen. Bei einer medikamentös schwer behandelbaren Form von Bluthochdruck kann eine Nephrosklerose unbehandelt schnell fortschreiten und relativ akut zum Nierenversagen und weiteren Komplikationen führen.
Mögliche Symptome bei chronischem Nierenversagen: Die Harnproduktion lässt nach. Mangelnde Ausscheidung der schädlichen Substanzen führt ohne eine Blutwäsche-Behandlung (Dialyse) oder Nierenverpflanzung zu fortschreitender Harnvergiftung. Die Patienten haben eine fahlgelbe Hautfarbe und leiden unter Juckreiz, Geschmacksstörungen, Appetitlosigkeit, Mundgeruch, Übelkeit und Erbrechen, dann auch Gewichtsverlust. Im Gesicht und an den Beinen treten Schwellungen auf. In der Lunge staut sich Flüssigkeit. Außerdem können sich eine Blutarmut, Knochenerweichung, Konzentrationsstörungen, Bluthochdruck und Herzschwäche entwickeln. Das Endstadium ist durch schwere Störungen des zentralen Nervensystems mit Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma oder Herzversagen gekennzeichnet.
Ausführlich informiert Sie der Ratgeber „Nierenversagen“ darüber.

  • Migräneanfall


Bei fast jeder Migräne-Attacke treten Kopfschmerzen und teilweise auch Übelkeit mit Erbrechen auf. Naheliegend, dass den Betroffenen dabei eine Zeit lang auch der Appetit vergeht. Zugleich sind sie empfindlich gegenüber Licht und Lärm. Die meist erheblichen Kopfschmerzen treten überwiegend auf einer Seite auf, können aber auch den gesamten Kopf erfassen. Von der Empfindung her sind die Schmerzen pulsierend und besonders im Bereich von Stirn, Schläfen und den Augen lokalisiert. Bei Bewegung verstärken sich die Symptome; Ruhe und Dunkelheit lindern sie.

Die Kopfschmerzphase des Migräneanfalls dauert mindestens vier Stunden. Nicht selten bestehen die Migräne-Beschwerden bis zu drei Tage lang fort, danach sind sie vorbei.

Mehr über das Krankheitsbild, die Ursachen und Therapie erfahren Sie im Ratgeber „Migräne“

  • Autoimmunerkrankungen


Bei Autoimmunerkrankungen sieht das Immunsystem plötzlich Strukturen im Körper als fremdartig an und geht gegen sie vor. Dabei kommt es zu Entzündungen. Warum das Immunsystem sich so verhält, bleibt oft unklar. Teilweise spielen erbliche Faktoren eine Rolle. Zu den häufigeren Autoimmunerkrankungen gehören der entzündliche Gelenkrheumatismus und Krankheitsbilder, die sich überwiegend außerhalb der Gelenke abspielen, wie Bindegewebsrheumatismus (Kollagenosen) und Gefäßentzündungen (Vaskulitis, Arteriitis). Beispielhaft nachfolgend kurz einige Hinweise zu Rheuma am Beispiel der rheumatoiden Arthritis und zu einer Gefäßentzündung namens Polymyalgia rheumatica / Arteriitis cranialis.


Rheumatoide Arthritis (RA): Bei dieser chronischen, schubweise verlaufenden Erkrankung entzündet sich die Innenhaut vor allem kleiner Gelenke (Arthritis) auf beiden Körperseiten. Die Entzündung kann auch auf Sehnen und Schleimbeutel übergreifen. Außerdem werden manchmal innere Organe wie Nieren, Leber, Herz und Lunge, die Augen oder das Nervensystem mit einbezogen. Frauen sind deutlich häufiger als Männer betroffen; durchschnittlich erkranken die meisten Patienten um das 55. Lebensjahr. Die Häufigkeit bei Erwachsenen liegt bei ungefähr einem Prozent.
Symptome: Zu den bei RA auftretenden Allgemeinbeschwerden gehören Appetitlosigkeit, Krankheitsgefühl, nächtliches Schwitzen, Muskelschmerzen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, manchmal auch Depressivität. Leitsymptom ist eine schmerzhafte Gelenksteifigkeit in den frühen Morgenstunden. Sie hält längere Zeit, mindestens aber über dreißig Minuten, an und lässt erst allmählich nach. Hauptsächlich betroffen sind die Grund- und Mittelgelenke der Finger sowie die Handgelenke. Anzeichen hierfür kann manchmal ein schmerzhafter Händedruck sein. Auch der Vorfußbereich ist oft mit einbezogen. Zudem sind die Gelenke geschwollen, ihre Konturen verstreichen. Im akuten Entzündungsschub können sich schmerzhafte Gelenkergüsse bilden. An den Sehnen – häufig auf den Streckseite von Gelenken – entstehen sogenannte Rheumaknoten. Mit der Zeit lässt die Beweglichkeit der erkrankten Gelenke nach. Ohne Behandlung verformen sie sich. Es gibt verschiedene Sonderformen der RA mit abweichendem Erkrankungsmuster. Erfasst Rheuma andere Organe, kommt es auch zu Symptomen in dieser Richtung.
Alles Wissenswerte zu der Erkrankung im Ratgeber „Rheumatoide Arthritis“.

Polymalgia rheumatica / Arteriitis cranialis: Vaskulitis-Erkrankungen sind autoimmunbedingte Gefäßentzündungen. Die Symptome hängen davon ab, welche Gefäße – kleine, mittlere oder große – in welchen Organen oder Körpergegenden vor allem betroffen sind. Eine Vaskulitis im Versorgungsbereich der Halsschlagader (Arteriitis cranialis) zum Beispiel kann zusammen mit einer Polymyalgia rheumatica auftreten. Diese „Paarung“ ist die häufigste Vaskulitis-Form. Sie kommt aber vergleichsweise viel seltener vor als die Rheumatoide Arthritis. An Polymalgia rheumatica / Arteriitis cranialis erkranken ganz überwiegend ältere Frauen.
Leitsymptome der Arteriitis cranialis sind pochende Schläfenkopfschmerzen, manchmal auch Schmerzen beim Kauen. Es kann außerdem zu Sehstörungen mit Erblindungsgefahr kommen. Rechtzeitige Gabe von Kortison kann den Sehverlust verhindern und die Symptome unterbinden, was von hoher diagnostischer wie therapeutischer Bedeutung ist. Die Polymyalgia rheumatica führt zu Entzündungen von Gelenken und Schleimbeuteln im Schulter- und Beckenbereich. Hier kommt es zu heftigen Schmerzen nachts und anhaltender Morgensteifigkeit, und die Schulter- und Beckenmuskeln sind sehr druckschmerzhaft. Häufig treten bei beiden Formen auch Allgemeinsymptome auf wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Depressionen, Abgeschlagenheit, eventuell auch Fieber.
Mehr dazu im Ratgeber „Chronischer Schulterschmerz, steife Schulter, Kapitel: Andere Ursachen.“

 

  • Störungen des Salzhaushaltes: zu hohes Kalzium im Blut


Als Ursache von Appetitlosigkeit im Zusammenhang mit Mineralstoffmangel kommt vor allem eine Erhöhung des Kalzium-Spiegels (Hyperkalzämie) im Blut infrage. Damit verbundene Symptome hängen von der Grundkrankheit ab, und hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Je nach Ausprägung und Auslöser kann ein erhöhter Kalziumwert im Blut zum Beispiel nahezu symptomlos sein, und der Arzt entdeckt die Veränderung nur anhand einer Kontrolle des Kalziumspiegels. Für die Diagnose ist dann unter anderem auch von Interesse, ob der Betroffene zum Beispiel vermehrt Kalzium mit dem Urin ausscheidet. Andererseits gibt es beim Kalzium eine Alarmgrenze (3,5 mmol/l), ab der die Gefahr einer sogenannten Hyperkalzämiekrise droht.
Weiteres finden Sie im Beitrag Hyperkalzämie (siehe aber auch oben unter „Überfunktion der Nebenschilddrüsen“ und „Addison-Krankheit“).

  • Krebskrankheiten

Eine Krebserkrankung kann im Laufe der Zeit zu Appetit- und Gewichtsverlust führen. Häufig passiert das zum Beispiel während einer Chemo- oder Strahlentherapie (siehe unten). Umgekehrt macht es aber keinen Sinn, von diesen Symptomen im Vorfeld gleich auf eine bösartige Erkrankung zu schließen. Vertrauen Sie sich jedoch baldmöglich einem Arzt oder Ihrem Hausarzt an, der Sie und Ihre Kranken- und Familiengeschichte in der Regel gut kennt. Er wird im Gespräch mit Ihnen ausloten, was Ihre Gesundheit momentan beeinträchtigen könnte, Sie (erneut) untersuchen und die nächsten Schritte festlegen.

Medikamente und Therapien


Medikamente und einige Therapieverfahren können den Appetit verschlechtern – etwa als Nebenwirkung oder auch mögliches Anzeichen einer Überdosierung. Nachfolgend einige Beispiele. Überprüfen Sie bei entsprechendem Verdacht jeweils den Beipackzettel und beraten Sie sich mit Ihrem Arzt und Apotheker. Setzen Sie ein Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.



Dekorativ, aber hoch giftig: der rote Fingerhut. Aus der verwandten, ebenfalls giftigen Fingerhutpflanze Digitalis lanata stammen die Herzglykoside

Digitalis (Herzglykoside): Präparate mit Digoxin oder Digitoxin werden hautsächlich gegen Herzschwäche, mitunter auch bei Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern eingesetzt. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Symptome wie Sehstörungen in Form von Gelb-Grün-Sehen, Appetitverlust, Übelkeit und Erbrechen sowie Herzrhythmusstörungen.

Vitamin A (Retinol): Bei einer kurzzeitigen Überdosierung – dabei geht es allerdings um eine Größenordnung wie das Hundertfache des Tagesbedarfes (dieser beträgt bei Erwachsenen zirka 0,8 bis 1 Milligramm sogenanntes Retinol-Äquivalent) – kann sich mit Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten bei der Muskelkoordination, Doppelbildern und anderen Störungen bemerkbar machen.

Vitamin-D-Überdosierung: Vitamin D erhöht die Kalziumaufnahme im Darm und Knochen. Bei einer Überdosierung (dann ist vor allem der sogenannte Calcidiol-Wert, eine Vorstufe des aktiven Vitamins D3, im Blut erhöht) resultiert aus verschiedenen Gründen ein zu hoher Kalziumspiegel im Blut (siehe auch oben). Es kommt zu einer Knochen“entkalkung“. Möglicherweise lagert sich Kalzium in Geweben ab. Das kann zum Beispiel zu Nierensteinen, schlimmstenfalls zum Nierenversagen führen.
Symptome sind unter anderem Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, starker Durst, Herzrhythmusstörungen.

Auch einige Antibiotika, etwa Cephalosporine oder andere Substanzgruppen, können als unerwünschte Wirkungen gelegentlich unter anderem Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen verursachen. Dies gilt auch für Antiöstrogene. Sie wirken gegen Brustkrebs-Formen, die von Östrogenen, weiblichen Geschlechtshormonen, zum Wachsen angeregt werden.

Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ wie Nifedipin kommen gegen Bluthochdruck, bei stabiler Herzkranzgefäßerkrankung (stabile koronare Herzkrankheit mit Brustschmerz = Angina pectoris) und gegen das Raynaud-Syndrom zum Einsatz. Letzteres geht mit anfallsartigen Gefäßkrämpfen an Fingern und Zehen einher. Diese sind dann zunächst kalt, blass und gefühllos, schmerzen, verfärben sich anschließend blau, röten sich schließlich, kribbeln und klopfen. Eine häufige Nebenwirkung von Nifedipin sind Kopfschmerzen, seltener kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden und Appetitlosigkeit.

Morphinhaltige Präparate nehmen starke Schmerzen. Der Arzt dosiert sie genau nach Bedarf. Zu den Nebenwirkungen zählen Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen.

Appetitzügler wirken definitionsgemäß appetithemmend. Dazu gehören zum Beispiel die umstrittenen Amphetamine (rezeptpflichtig, etwa der Wirkstoff Phenylpropanolamin). Die verschiedenen Stoffe und Abkömmlinge aus dieser Gruppe können zahlreiche Nebenwirkungen haben, unter anderem gefährliche Effekte auf Herz, Kreislauf und Gefäße. Sie werden auch als Doping- und zunehmend als Rauschmittel (aufputschend = „Speed“) missbraucht. Andere neuere Appetitzügler wurden inzwischen vom Markt genommen. Die Amphetamin-ähnliche Substanz Methylphenidat wird zur Behandlung der Aufmerksamkeits- / Hyperaktvitätsstörung (ADHS) eingesetzt. Als eine von vielen möglichen Nebenwirkungen lässt der Appetit nach.

Chemotherapie: Chemotherapeutika oder Zytostatika treffen Zellen, die sich schnell teilen. Das tun Tumorzellen genauso wie etwa gesunde Schleimhautzellen im Verdauungstrakt. Daher gehören unangenehme Magen-Darm-Entzündungen, Entzündungen der Mundschleimhaut und Geschmacksveränderungen zu den lästigen Nebenwirkungen einiger, aber nicht aller Chemotherapien. Schon bald nach der Behandlung heilen diese Schäden wieder ab. Dann kehrt auch der vorübergehend gestörte Appetit wieder zurück.

Strahlentherapie (Radiotherapie): Strahlen können Krebszellen gezielt vernichten, zugleich aber auch Nebenwirkungen haben. Allerdings erholen sich viele gesunde Körperzellen gut von den Strahleneffekten. Während die meisten Patienten die Therapie relativ problemlos durchlaufen, können sich bei einigen doch Folgeerscheinungen einstellen, die manchmal auch noch länger anhalten. Häufig kommt es etwa zu Allgemeinbeschwerden wie chronische Erschöpfung (chronic fatigue-Syndrom) und Appetitlosigkeit. Weitere Nebenwirkungen hängt von der Grundkrankheit, dem individuellen Gesundheitszustand, der Vorbehandlung, dem Bestrahlungsfeld sowie Art und Dosis der Radiotherapie ab. Bei Bestrahlungen im Kopf, am Hals und Verdauungstrakt ist mit Schleimhautentzündungen auf den entsprechenden Ebenen zu rechnen. Werden die Speicheldrüsen beeinträchtigt, kommt es oft zu Trockenheit im Mund und Hals. Beides – Entzündung wie Trockenheit – kann zu Infektionen, Schluckstörungen und in der Folge wiederum zu Appetitlosigkeit führen. Mitunter droht eine Mangelernährung. Die Ärzte berücksichtigen solche Probleme aber schon im Vorfeld und bereiten die Patienten ernährungsmedizinisch und psychologisch darauf vor.

Achtung: Arzneistoffe wie Metformin, Exenatide oder Liraglutide senken den Blutzucker. Die Antidiabetika werden bei Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Zugleich vermindern sie als erwünschte Wirkung das Hungergefühl beziehungsweise den Appetit.


Alkohol, Drogen und Vergiftungen

Alkoholsucht: Sie ist definiert als krankhafte Abhängigkeit von Alkohol. Es kommt zu körperlichen, psychischen und sozialen Problemen sowie vielfältigen Folgeschäden – bis hin zu Todesfällen. Schätzungsweise weit über eine Million der erwachsenen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. Alkohol wirkt einmal direkt nach der Aufnahme auf den Körper. Zu hoher Alkoholkonsum über längere Zeit ruft darüber hinaus Schäden hervor, die erst nach Monaten oder Jahren erkennbar werden. Besonders häufig wird die Leber geschädigt. Dann lässt unter anderem der Appetit zu wünschen übrig. Oft verlieren die Betroffenen durch eine Mangelernährung deutlich an Gewicht. Dies hat neben der Appetitlosigkeit verschiedene, komplexe Ursachen.
Wer außer der Reihe mal am Abend zu tief ins Glas geschaut hat, verspürt nicht selten morgens keinerlei Appetit, was sich tagsüber aber bessert. Ist dem nicht so, kann eine Alkohol-Gastritis dahinterstecken.
Machen Sie sich im Ratgeber „Alkoholabhängigkeit (Alkoholsucht)“ genauer über die Ursachen, Symptome, Therapie- und Vorbeugemöglichkeiten kundig.

Drogen: Appetitlosigkeit gehört auch bei Gebrauch mancher Dogen zu den unmittelbaren Effekten. Zu Amphetaminen („Weckamine“) siehe oben unter Appetitzügler. Kokain euphorisiert stark und nimmt dafür in gefährlich unkontrollierbarem Ausmaß Gefühle wie Hunger / Appetit, Durst und Müdigkeit.

Chronische Bleivergiftung (Blei = Pb): Hauptquelle für die Aufnahme von Blei, vor allem bei Erwachsenen, ist die Nahrung. Für das Trinkwasser gilt ab 1. Dezember 2013 ein Grenzwert von 10 Mikrogramm / Liter, derzeit liegt er noch bei 25 Mikrogramm / Liter. Früher waren alte Blei- oder verzinkte Stahlrohre in Häusern eine verbreitete Gefahr. Heute spielt berufliche Exposition die größere Rolle. Der MAK-Wert, also die maximale Arbeitsplatz-Konzentration, liegt in Europa inzwischen bei 100 Mikrogramm Pb (anorganisches Blei) beziehungsweise bei 75 Mikrogramm Pb (organisches Blei) pro Kubikmeter Luft. Kinder nehmen Blei leichter als Erwachsene auf. Das hat unter anderem damit zu tun, dass bleihaltiger Staub wegen der Schwere des Metalls in den niedrigen Luftschichten schwebt, sodass Kinder mehr davon einatmen. Theoretisch führt das heute aber hauptsächlich nur noch in der Nähe von Industrieanlagen zu geringfügigen Emissionen. Bei Spielzeug oder Keramik – noch in der jüngeren Vergangenheit waren verwendete Farben oder Glasierungen je nach Herkunft mitunter bleihaltig – wird inzwischen auf unbedenkliche Beschaffenheit geachtet. Schauen Sie im Einzelfall aber genau nach, was ein Gütesiegel auf einem Spielzeug bedeutet. Aufgenommenes Blei heftet sich schnell an die roten Blutkörperchen. Dann wandert es in verschiedene Organe, etwa in die Leber oder ins Gehirn. Hauptspeicherorte sind Zähne und Knochen, die das Blei jahrelang im Körper in Umlauf bringen. Unter anderem stört es die Blutbildung und kann bei Kindern die körperliche und geistige Entwicklung verzögern.
Symptome: Eine chronische Bleivergiftung ist unter anderem gekennzeichnet durch Blutarmut, gelblich-fahle Hautfarbe, teilweise einen grauschwarzen Saum am Zahnfleischrand, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, Nervosität, Unkonzentriertheit, Müdigkeit. In späteren Stadien können neurologische Störungen dazukommen, etwa Nervenschädigungen. Zuständig für Beratung, Diagnose und Therapie sind Arbeitsmediziner und Toxikologen. Beim Umweltbundesamt (http://www.umweltbundesamt.de/luft/schadstoffe/blei.htm)* finden Sie zum Beispiel weitere Informationen.
(*www.apotheken-umschau.de ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für Inhalte externer Internetseiten.)


Lebensphasen und Lebensumstände

Vorgerücktes Alter, Schwangerschaft, bestimmte Entwicklungsabschnitte in der Kindheit, Zeitverschiebung auf Reisen, Schichtarbeit: Alles dies sind Umstände, bei denen der Appetit manchmal streikt oder „machtlos“ ist.

  • Höheres Lebensalter


Viele ältere Menschen ernähren sich mangelhaft und tendieren zu Untergewicht und Mangelerscheinungen. Zu den Ursachen gehören Appetitlosigkeit, Kau- und Schluckbeschwerden, Zahnprobleme, natürlich auch verschiedenste Krankheiten. Hinzu kommt, dass mit dem Älterwerden das Geschmacks- und Geruchsempfinden nachlässt. Einsamkeit oder der Verlust des Lebenspartners können nachhaltig den Appetit dämpfen. Mangelernährung schwächt die Abwehrkräfte, die Infektionsanfälligkeit steigt. Wer dann krank wird, hat noch weniger Appetit. Tipps, wie Sie gegensteuern, finden Sie hier.

  • Schwangerschaft


Schwangerschaftserbrechen (Emesis gravidarum): Übelkeit und gelegentliches Erbrechen morgens gehören zu den ersten Veränderungen, um nicht zu sagen „Anzeichen“, einer Schwangerschaft. Die Aussichten, dass sich das Problem nach der zehnten Schwangerschaftswoche legt, sind meistens gut. Nur bei etwa jeder hundertsten Schwangeren trüben anhaltende Übelkeit und Erbrechen mehr als fünfmal am Tag die Vorfreude auf das Kind nachhaltig. Appetitlosigkeit ist zwar hier nicht der Auslöser, doch es ist klar, dass die Betroffenen mit dem Essen und Trinken in dieser Situation kaum noch nachkommen und schnell an Gewicht verlieren (kritisch wird es ab fünf Prozent Gewichtsverlust). Ärzte sprechen dann von übermäßigem Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum). Es ist wegen der Gefahr der Austrocknung und Salz-Wasserentgleisung lebensbedrohlich für Mutter und Kind und muss unbedingt behandelt werden. Gehen Sie rechtzeitig zu Ihrem Frauenarzt, damit er Ihren Gesundheitszustand kontrolliert und entscheidet, wie Ihnen am besten geholfen werden kann. Das Spektrum der Möglichkeiten ist groß, therapeutische Schwerpunkte liegen unter anderem auf einer Ernährungsberatung, psychologischen Unterstützung und bestimmten Medikamenten. Manchmal ist eine Klinikbehandlung unvermeidlich.
Was Sie bei leichter Übelkeit tun können, steht im Beitrag “Übelkeit in der Schwangerschaft? Das hilft“.

Akute Schwangerschaftsfettleber: Die Ursache dieser schwangerschaftsbedingten Erkrankung ist noch unklar. Vermutet wird ein Stoffwechseldefekt in den Leberzellen, der erst in der Schwangerschaft zum Tragen kommt und dazu führt, dass die Leberzellen verfetten. Die Störung tritt meist zwischen der 30. und 38. Schwangerschaftswoche auf. Gehen Sie bei auffälligem Unwohlsein und Schmerzen umgehend zum Frauenarzt.
Zu den Symptomen gehören Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Krankheitsgefühl und Schmerzen im rechten Oberbauch unter dem Rippenbogen. Einige Tage später kann sich eine Gelbsucht entwickeln.

 



Oft kommt der Appetit, wenn alle gemeinsam essen

  • Kindesalter


Entwicklungsschritte: Manchmal stellen Kinder ihre Eltern schon sehr früh auf eine harte Geduldsprobe. Das Zahnen, die Umstellung auf Beikost, der Übergang vom Füttern zum selbstständigen Essen, die Geburt eines Geschwisterkindes, Veränderungen bei der Betreuung, die Trotzphase – alles dies kann beim Kleinen regelrecht eine Verweigerungshaltung auslösen. Und das ist eine äußerst wirksame Form des Protestes. Denn wer als Mutter oder Vater leicht die Nerven verliert, läuft Gefahr, inkonsequent zu sein und dem Nachwuchs zu viele Zugeständnisse zu machen. Kleinkinder haben aber meist ein gutes Gefühl für Hunger und Sättigung. Lassen Sie das ruhig zu. Andererseits muss das Kind lernen, dass es feste Essensregeln gibt. Kein Tag ist aber wie der andere. Solange sich ein Kind gut entwickelt und fröhlich ist, besteht kein Grund zur Besorgnis, wenn es ausnahmsweise mal nicht viel essen will. Ist es krank und hat wenig Appetit, ist das meist auch eine normale Reaktion. Isst ein Kind aber tatsächlich längere Zeit schlecht, und wirkt es auffallend zierlich, blass, matt oder erschöpft, müssen Sie den Kinderarzt zu Rate ziehen. Im Vorfeld geben schon die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen Ihnen und Ihrem Kind wertvolle Hilfestellung.
Mehr zu diesem Thema per Klick auf die Seite „Ernährung: Wie Kinder gesund essen“.

Zu Kinderkrankheiten siehe oben im Abschnitt „Krankheiten / Infektionskrankheiten“.

  • Konflikt mit der inneren Uhr: Jetlag, Schichtarbeit nachts

Bei Fernreisen – nach Osten in den verkürzten Tag hinein stärker als in Richtung Westen – bringt die neue Zeitzone unseren Biorhythmus aus dem Takt. Meistens ist das vorübergehend, und der Körper arrangiert sich Schritt für Schritt mit den neuen Uhrzeiten. Oder er stellt sich bei kurzem Aufenthalt erst gar nicht um. Nachtarbeit steht dem normalen Tag-Nacht-Programm des Körpers immer entgegen, auch wenn man sich scheinbar an die Arbeitsform gewöhnt hat. Die Zeit, die pro 24 Stunden ohne Tageslicht verbracht wird, ist überproportional zu lang, den überwiegend zu kurzen und oft nicht erholsamen Schlaf am Tage eingerechnet. Bei Unterbrechungen mit Schichtpausen muss der Körper sich zudem ständig an das Hin und Her anpassen. Alles das hinterlässt Spuren. Kurzfristig, also zum Beispiel beim Jetlag, treten oft Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen auf. Übelkeit kann auf den Appetit schlagen, oder dieser meldet sich zur falschen Zeit. Wechselt jemand nach einer längeren Periode mit Nacht(schicht-)arbeit wieder auf Tagesarbeit um, bleibt der Schlaf oft anhaltend beeinträchtigt. Das Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Magenprobleme ist erhöht.



Fehlt der Appetit länger, ist der Arzt gefragt

Diagnose und Therapie

Wenn der Appetit nur vorübergehend fehlt, sind keine ärztlichen Untersuchungen nötig. Anhaltender Appetit- und Gewichtsverlust dagegen muss umfassend abgeklärt werden. Das beinhaltet zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt über Ihre Krankengeschichte, soweit sie nicht schon bekannt ist. Auch über Ihre aktuelle berufliche und private Situation wird der Arzt sich ein möglichst genaues Bild machen wollen. Informieren Sie ihn darüber, welche Medikamente Sie einnehmen und wie Sie es mit dem Gebrauch von Genussmitteln halten. Die anschließende körperliche Untersuchung kann weitere Hinweise geben. Durchaus möglich ist, dass der Arzt Sie im Laufe der Diagnostik an einen Spezialisten überweist. Die Therapie richtet sich nach der Diagnose. Hält die Appetitlosigkeit länger an, wird Ihr Arzt das Notwendige tun, um eine Mangelernährung und weitere Komplikationen bei Ihnen zu vermeiden. Dazu gehören eine Ernährungsberatung, eventuell der Ersatz fehlender Vitamine und Mineralstoffe, gegebenenfalls auch eine spezielle Ernährungstherapie.

Selbsthilfe

Nachdem der Arzt Entwarnung gegeben hat, können Sie sich guten Gewissens ein wenig mehr Zeit gönnen und Ihre Lebensgewohnheiten etwas unter die Lupe nehmen: die Ernährung, den Schlafrhythmus, die Häufigkeit der körperlichen Bewegung. Versuchen Sie herauszufinden, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

  • Gehen Sie zu bekömmlicher, abwechslungsreicher Kost mit viel frischen, pflanzlichen Zutaten über. So fällt das Essen leichter, und Sie kommen auch auf Ihr Vitamin- und Mineralstoff-Soll.
  • Essen Sie aber immer wieder mal, was Ihnen stets geschmeckt hat.
  • Richten Sie, wenn möglich, mehrere kleine Mahlzeiten für sich her. Nehmen Sie diese zu Ihnen angenehmen Zeitpunkten ein.
  • Auch das Auge isst mit: Leckere Zubereitung regt den Appetit an.
  • Sparen Sie beim Alkohol.


Zubereitungen aus Tausendgüldenkraut (Foto) und anderen Heilpflanzen helfen gegen leichte Appetitlosigkeit

  • Pflanzliche Mittel oder Tees, etwa mit Bestandteilen aus Heilpflanzen wie Gelber Enzian, Tausendgüldenkraut, Löwenzahn, Schafgarbe, Wermut, Ceylon-Zimt oder Ingwer können gegen Appetitlosigkeit helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Apotheker, ob etwas gegen die Einnahme spricht oder worauf Sie achten sollten. Dies gilt insbesondere in der Schwangerschaft.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft.
  • Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson können die Stressbewältigung unterstützen.

Fachliteratur:

Classen/Diehl/Kochsiek: Innere Medizin. Herausgegeben von M. Böhm, M. Hallek und W. Schmiegel, 6., komplett überarbeitete Auflage 2009, Urban & Fischer

G. Herold und Mitarbeiter: Innere Medizin, 2012

Problematik, Klinik und Beispiele der Spurenelementvergiftung - Blei: D. Meißner, M. Klemm, M. Zogbaum: Toxichem Krimtech 2011; 78 (3):453


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de; 22.12.2011, aktualisiert am 13.03.2012
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr, Stockbyte/RYF, Thinkstock/Digital Vision, W&B/Martina Ibelherr, W&B/Szczesny, Jörg Neisel, vario Images GmbH & Co. KG/Image Source, W&B/ Martina Ibelherr, PhotoDisc/ RYF, W&B/Julius Ecke, W&B/ Kühn, W&B/Szczesny, W&B/Martina Ibelherr,Jörg Neisel, Panthermedia/Frank M. F., Digital Vision/RYF, Brand X Pictures/RYF, panthermedia/Andreas Scholz, Thinkstock/Valuline

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