meist bakterielle, eitrige Entzündung des Tränensacks, die durch eine Störung des Tränenabflusses bedingt ist und vorwiegend ältere Menschen betrifft.
Ursache: Die Abflussstörung entsteht meist durch eine Tränengangverengung (Tränengangstenose) oder (seltener) durch einen Tränensackstein. Nachfolgend siedeln sich in der gestauten Tränenflüssigkeit Keime an.
Befund: Bei der akuten Tränensackentzündung entsteht am unteren Augenlid nasenwärts eine hochentzündliche, sehr schmerzhafte Schwellung. Bei chronischer Tränensackentzündung kommt es typischerweise zu einseitigem Tränenträufeln und Entleerung von schleimig-eitrigem Sekret bei Druck auf den erweiterten Tränensack.
Behandlung: Die akute Tränensackentzündung wird zunächst mit Antibiotika behandelt; durch einen kleinen Hautschnitt wird das eitrige Sekret ausgeleitet. Später wird durch eine Operation eine Verbindung zwischen Tränensack und Nase mittels Durchbohrung des Nasenknochens geschaffen; dadurch wird der verengte Tränengang umgangen, das Sekret kann wieder abfließen. Die chronische Tränensackentzündung wird ebenfalls mit dieser Operation behandelt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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