Zerstörung des Mondbeins durch Absterben des Knochengewebes.
Ursache: Der Grund für die Durchblutungsstörung, die letztlich zum Tod des Knochengewebes dieses Handwurzelknochens führt, ist bislang unbekannt. Wahrscheinlich spielen ständige kleine Verletzungen (chronische Mikrotraumatisierung, z. B. bei längerer Arbeit mit Pressluftwerkzeugen) und angeborene krankhafte Gefäßveränderungen eine Rolle. Der Aufbau und die Stellung des Handgelenks können ebenfalls die Durchblutung der Handwurzelknochen ungünstig beeinflussen.
Befund: Die Betroffenen leiden unter Schmerzen im Mittelhandbereich und einer eingeschränkten Gelenkbeweglichkeit. Im Röntgenbild sind die Veränderungen am Knochen sichtbar.
Behandlung: Unbehandelt bricht das Mondbein zusammen, und die Gelenkveränderungen führen längerfristig zu einer Arthrose des Handgelenks. Eine Therapie im Frühstadium durch Ruhigstellung nimmt mehrere Monate in Anspruch. Bei fortgeschrittener Kienböck-Krankheit kann das kranke Gewebe aus dem Mondbein entfernt und mit Knochensubstanz wieder aufgefüllt werden. Gelenkanomalien werden operativ korrigiert. Bei stärkerer Zerstörung ermöglicht eine operative Gelenkversteifung (Arthrodese) eine schmerzfreie Benutzung der Hand.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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