Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) und des Ziliarkörpers des Auges. Die isolierte Entzündung nur der Regenbogenhaut (Iritis) oder des Ziliarkörpers (Zyklitis) ist selten, fast immer treten sie kombiniert auf.
Ursache: Die Iridozyklitis tritt meist im Rahmen von Allgemein- oder Autoimmunkrankheiten auf, v. a. bei Polyarthritis, Bechterew-Krankheit oder Boeck-Krankheit.
Befund: Sie beginnt mit Lichtscheu, Schleiersehen, Augenschmerzen und Augenrötung. Der Kranke sieht schlechter, weil die Akkommodation durch den in Mitleidenschaft gezogenen Ziliarmuskel gestört und der Glaskörper getrübt ist. Die Pupille ist eng und reagiert träge.
Behandlung: Die Iridozyklitis wird frühzeitig mit entzündungshemmenden Mitteln, meist mit Kortikoiden, behandelt. Ansonsten besteht die Gefahr von Verwachsungen zwischen Regenbogenhaut und Ziliarkörper bzw. der Bildung eines Sekundärglaukoms (grüner Star) oder einer Katarakt (grauer Star). Begleitend wird die Pupille zur Ruhigstellung medikamentös weitgestellt; trockene Wärme (Rotlicht) wirkt sich günstig auf den Verlauf aus. Auch bei optimaler Behandlung ist der Verlauf möglicherweise langwierig; bei immer wiederkehrender (rezidivierender) Krankheit ist eine ausführliche Ursachensuche für die Wahl der Therapie unerlässlich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 19.01.2012
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